Wie viel Fleischgenuss ist noch gesund? Purinarme Ernährung!

Küche

 

 Gut gekocht.

Schneiden, Hacken, Hobeln, Rühren
bunte Vielfalt – zum Garnieren
und das Würzen mit Gefühl
ist der Countdown – ja das Ziel.

Um die Gäste zu verwöhnen
will der Koch die Speisen krönen,
sie mit Liebe zubereiten,
bis sie auf den Teller gleiten.

Ein Gourmet liebt noble Speisen,
Fleischgerichte gut zum Beißen,
das Gemüse knackig, frisch,
am gedeckten Essenstisch.

Ingrid Riedl (*1945)


 

Etwas näher möchte ich heute auf die purinarme Ernährung eingehen. Warum es sich positiv auswirken kann, wenn ich auf eine purinarme Ernährung achte. Aber was sind denn überhaupt Purine? Purine werden etwa zur Hälfte mit der Nahrung zugeführt und zur anderen Hälfte im Körper selbst gebildet. Sie sind wichtige Bausteine der Nukleinsäuren und sind Bestandteile aller Körperzellen. Im Stoffwechsel werden die Purine zur Harnsäure abgebaut.

Die tägliche Nahrungsaufnahme sollte maximal zu einer Bildung von 300 mg Harnsäure führen.

Steigt der tägliche Harnsäurewert durch Nahrungsaufnahme >300mg und ist die Ausscheidung der Harnsäure gestört, kann dies zur Gicht führen. Die Harnsäure sammelt sich im Blut an und wenn die Werte auf über 6,5 Milligramm Harnsäure pro Deziliter Blutserum ansteigt, kann die Säure als Natriumurat auskristallisieren. Die Kristalle lagern sich überwiegend in den Gelenken, teilweise aber auch in den Nieren ab. Es kann zu Knorpel- und Knochenschäden kommen und damit die Beweglichkeit enorm einschränken. Sollte die Niere betroffen sein, können die Harnsäurekristalle zu Nierenversagen und Bluthochdruck führen. In eher seltenen Fällen können die Harnsäurekristalle an anderen Knochen oder Weichteilen Probleme bereiten.

Üppiges Essen, Bewegungsmangel und Alkoholkonsum sind mögliche Auslöser eines Ungleichgewichts. Besonders purinreich sind bestimmte Nahrungsmittel, wie zB. Innereien, Gänsefleisch, Schweinefleisch, Nieren und Leber sowie Wurst, Haut von Geflügel und Fisch, Fischsorten wie Hering, Sprotten, Sardellen oder Lachs, Meerestiere wie Hummer und Miesmuscheln. Zur Senkung des Harnsäurespiegels ist es daher sinnvoll, den Konsum dieser Lebensmittel zu reduzieren bzw. ganz einzustellen.

Einige pflanzliche Lebensmittel enthalten ebenfalls größere Mengen an Purinen. Ganz besonders Hülsenfrüchte wie Bohnen, Sojabohnen, Erbsen und daraus hergestellte Produkte. Verschiedene Gemüsesorten wie Blumenkohl, Spinat, Gurke, Tomate oder Brokkoli sowie Pilze liefern zwar weniger Purine als tierische Lebensmittel, sollten aber ebenfalls eingeschränkt werden, da sie in größeren Mengen gegessen werden.

Für eine purinfreie Ernährung sind beispielsweise Stärke, Milch, Milchprodukte, Fette und Öle, Honig, Kürbis und einige Obstsorten wie Äpfel, Birnen, Orangen und Melonen sehr gut geeignet.

Was die Flüssigkeitszufuhr betrifft, sind Wasser und Kräutertees sehr gut. Es sollte darauf geachtet werden ca. 2,5L zu trinken, um die Harnsäure mit dem Harn ausspülen zu können. Alkoholische Getränke sollten möglichst nur in geringen Mengen getrunken werden, weil Alkohol die Ausscheidung der Harnsäure blockiert. Dies gilt auch für Bier und Wein.

Auf totales Fasten sollte nach Möglichkeit verzichtet werden, weil auch hier der Harnsäurespiegel deutlich ansteigen und einen Gichtanfall auslösen kann!

Ein Ernährungsplan kann bei der Umstellung der Ernährung helfen. Zur Aufstellung eines solchen Ernährungsplans wird empfohlen sich einen guten Heilpraktiker oder Ernährungsberater zu Rate zu ziehen und die persönlichen Vorlieben zu besprechen. Unterstützend zur Ernährungsumstellung gibt es auch einige Bücher, die Rezepte für purinarme Ernährung enthalten.

Autor: Nicole Tauchnitz

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